Mittwoch, 27. Januar 2010

Geständnis

Schon seit ein paar Tagen macht mir das Stricken keinen richtigen Spaß. Stundenlanges Stöbern bei ravelry schon. Ich bin auf der Suche nach einem neuen Projekt, habe tausend Ideen, aber für keine das richtige Garn. Neues will ich nicht kaufen. Für das, was ich noch hier habe, fällt mir keine gescheite Verwendung ein. Sockenwolle hätt ich noch, aber Socken will ich im Moment keine stricken und auch Baktus und Pimpelliese reizen mich nicht. An meinem Tuch strick ich noch, aber das ist ein Tageslichtprojekt.
An den letzten Abenden habe ich gelesen, ja, selbst gelesen ohne MP3-Player. Und dann auch noch einen richtigen Wälzer. Stephen King "Die Arena". Manchmal kann ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Vielleicht kommt die Stricklust wieder, wenn ich das Buch ausgelesen habe.;-)

P.S. Manchmal schäm ich mich ein bißchen für die schreckliche Banalität mancher Posts. Vor allem angesichts der echten Sorgen und Katastrophen in dieser Welt kommen mir die Strickerprobleme immer etwas weltfremd und realitätsfern vor. Andererseits habe ich gerade in den letzten Tagen - nach dem Erdbeben in Haiti - in dieser sonst so heilen Strickerwelt viel Anteilnahme und Engagement gesehen. Da wird über echte Hilfe diskutiert, werden Spendenaufrufe gestartet, Anleitungen für einen guten Zweck verkauft. Das alles in einem kleinen Rahmen und mit einfachen Mitteln (wir sind ja nicht George Clooney), aber mit großer Herzlichkeit.

Kommentare:

  1. Liebe Jana,
    genauso geht es mir z.Zt. auch. Du sprichst mir aus der Seele. Wenn du was Tolles findest, was du mit deinen Strickresten machen kannst: GIB MIR BESCHEID;-)
    Und sollten wir nicht froh und glücklich sein und jeden Tag genießen, wo wir z.Zt. nicht solche Probleme haben wie andere. Schließlich sind wir alle nicht vor einem Unglück gefeit. Zum Glück können wir nicht in die Zukunft schauen, was uns erwartet. Deshalb: Jeden Tag genießen!

    Liebe Grüße,
    Astrid

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  2. Na dann lies mal in aller Ruhe Dein Buch zu Ende und die Stricklust wird schon zurückkehren. Alles hat seine Zeit und in den letzten Wochen hast Du tauseende von Maschen gestrickt, da braucht es jetzt wohl etwas Ausgleich.
    Im Übrigen finde ich es sehr wohltuend, dass die Strick-Blogger-Welt als Refugium ohne Probleme exisitert - eine tolle Möglichkeit die alltäglichen Kümmernisse draussen zu lassen und sich in die heile Welt zu flüchten. Deshalb sind wir noch lange nicht weltfremd (siehe Spendenaktionen für Haiti, Stricken für Bedürftige usw.) sondern wissen einfach unsere Insel des Glücks zu genießen. LG Kuestensocke

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