Montag, 28. Februar 2011

Gehört: Jack Ketchum "Evil"

Erst einmal vorweg: Es ist ein richtig gutes Buch, spannend und in einem hervorragenden Stil geschrieben.
Aber es ist verdammt starker Tobak. Nicht umsonst für unter 18jährige nicht geeignet.
Ich möchte hier gar nicht auf die Geschichte an sich eingehen. (Ein Klick auf das Bild führt Euch zur Audible-Bechreibung.) Es ist Horror von der ganz bösen Sorte. Nichts Übernatürliches, kein Teenie-Slasher-Trash, sondern das Grauen von Nebenan, langsam schleichend und unaufhaltsam.

Schon vor ein paar Tagen hab ich das Buch zu Ende gehört, musste diese Geschichte allerdings erst ein bißchen sacken lassen. Dieses Buch hat mich verstört und fassungslos gemacht. Und genau das wollte der Autor wohl erreichen.

Freitag, 25. Februar 2011

Nochmal Blogroll

Erstmal vielen Dank für Eure Antworten zu meinem gestrigen Post. Ich kam da eigentlich nur darauf, weil ich in den letzten Tagen meinen Feedreader ein bißchen ausgemistet habe. Ein paar Karteileichen entsorgt, ein paar ungeliebte Blogs eliminiert, Neue abonniert.
Bei mir ist es auch so, dass ich vormittags zu meiner Tasse Kaffee eine kleine Blogrunde mache. Ich überfliege die neuen Einträge nach interessanten Themen, stöber ein bißchen rum und kommentiere, wenn mir was gefällt. Mittlerweile habe ich über 500 Blogs abonniert, aber eigentlich lese ich nur eine Hand voll davon so richtig. Ein paar BloggerInnen sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich verfolge ihre Posts sehr aufmerksam. Alles Leute, mit denen ich mir auch im "richtigen" Leben einen herzlichen Kontakt vorstellen könnte.
Manchmal lösche ich auch Blogs, weil sie einfach nicht auf meiner Wellenlänge sind, auch wenn die dort gezeigten Sachen noch so schön sind, oder weil sie mich einfach nerven mit ihren vielen sinnlosen Posts und dem Gezwitscher und Geblinke. Schön, dass die Trennung im Internet viel einfacher ist als im richtigen Leben. Wie gerne würde ich mich von manchen Leuten in meiner Umgebung so leicht verabschieden. Einfach die Löschtaste drücken.
Und da ich auch gerne Posts mit Bildern lese, gibts hier ein Frühlingsfoto für Euch.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Wie macht Ihr das?

Ich bin nicht das Wollschaf und heute ist auch nicht Dienstag. Trotzdem hab ich mal ein paar Fragen:


Wieviele Blogs lest Ihr eigentlich regelmäßig?
Welchen Feedreader verwendet Ihr?
Wieviel Zeit investiert Ihr in Eure Blogrunde?
Was ist mit den "Karteileichen"?
Wie lang muss die Blogpause sein, bis man einen Blog "entsorgt"?

Fragen über Fragen. Mein Feedreader läuft manchmal regelrecht über und bei Euch allen gibt es so viel zu lesen und anzuschauen und ab und zu will ich ja auch mal kommentieren. Eigentlich ein Vollzeitjob.

Wie macht Ihr das so?

Mittwoch, 23. Februar 2011

Das Ende der guten Vorsätze

Eigentlich wollte ich nichts Neues anfangen, sondern erst den Pullover und die angefangenen Socken beenden. Uneigentlich habe ich gestern schnell einen Hitchhiker angeschlagen.


Nachdem der erste Ärmel gestern abend fertig wurde, wollte ich eigentlich nur mal schnell in meinem Wolleschrank nach passendem Garn für einen Lanesplitter (Herdentier bleibt Herdentier) sehen. Dabei fiel mir ein fast vergessener Zauberball in die Hände. Und der sagte laut und deutlich, er wolle ein Hitchhiker werden.

 
Das Foto oben ist nicht meine Meisterleistung, aber so sieht der Pullover momentan aus. Ich glaube, der Ärmel ist etwas zu lang, da muss ich wohl ein Stückchen auftrennen. Ganz gut so, denn ich habe nur 500 Gramm von dem Garn und weiß nicht, ob das reichen wird. Und ich konnte nirgends Nachschub finden. Jetzt wird der Pullover eben passend zum Garnvorrat gemacht.

Ach, und für den Lanesplitter konnte ich eine passende Wolle finden. Da werd ich wohl welche kaufen müssen. ;O)

Dienstag, 22. Februar 2011

Ich würde wirklich gern...

...weiter arbeiten. Meine Mittagspause ist nämlich schon vorbei.


Seine wohl noch nicht.

Dan Simmons "Drood"

Ihr kennt bestimmt dieses traurige Gefühl, wenn ein gutes und gern gelesenes Buch zu Ende ist. Es ist wie ein Abschied von einem guten Freund, aber es ist kein Abschied für immer. Denn meine liebsten Bücher lese oder höre ich immer wieder.

Dan Simmons "Drood" gehört definitiv nicht zu diesen Büchern. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es nicht mal bis zum Ende gehört habe. Die letzten drei Kapitel hab ich verweigert. Fast 30 Stunden dauert die ungekürzte Lesung und ich habe verzweifelt auf eine Überraschung oder wenigstens eine Pointe gewartet. Vergeblich.

Dieses Buch ist eine Mischung aus Horror, Krimi, Seifenoper, Historienschinken und Biografie. Aber nichts davon ist es richtig. Nicht einmal eine nette Geschichte
Einzig die wunderbare Leseleistung von Detlef Bierstädt hat mich ein bißchen für die vertane Zeit entschädigt.

Samstag, 19. Februar 2011

Mützen & Co.

Meine Mütze ist fertig. Zum Fotografieren hab ich sie schnell mal dem Kind aufgesetzt, allerdings ist das Licht heute ziemlich bescheiden. Die Mütze ist eher dunkelrot.

Und hier der Anfang von meinem Pullover. Sieht noch ganz komisch aus, aber das wird schon.


Außerdem hatte ich noch vor Weihnachten für M. einen Jacques-Costeau-Hat (ravelry) gestrickt, den ich Euch noch nicht gezeigt habe. Das ist - finde ich - das ultimative Männermützenmuster. Ganz einfach und passt immer. Dazu gabs noch einen passenden Schal, den ich aber nicht fotografiert habe. Beides gestrickt aus wunderbar weicher Merino-Wolle.


Jetzt freuen wir uns auf einen ruhigen Samstag. Morgen muss M. wieder los und wir wissen noch nicht genau, wann er wieder nach Hause kommt. Na wenigstens hat er Schal und Mütze, damit er in der Fremde nicht friert.;O)

Mittwoch, 16. Februar 2011

Von Trennungsschmerz keine Spur

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Heute habe ich mich von gut 15 cm meiner Haarpracht getrennt. Siehe hier:


So ist gar keine große Veränderung zu sehen, aber auf meinem Kopf fühlt es sich jetzt viel besser an.
Wie Ihr seht, sind das wieder echte Kamerafotos. Mein neues Kabel ist endlich da. Und da hab ich gleich noch ein paar andere Werke fotografiert, die ich während meiner Blogfaulheit gestrickt habe.
Nämlich diese Pmpelliese


und diesen Baktus.


Beide sehr häufig in Gebrauch. Da ich oft schwarz oder weiß trage, tut etwas Farbe manchmal ganz gut.
So, jetzt ist Feierabend und bis zum Abendbrot kann ich noch ein bißchen an meiner Mütze stricken.

Montag, 14. Februar 2011

Zwischendurch mal ne Mütze

Der Anfang für meinen Retro-Pullover ist gemacht und ich bin mit den Fortschritten schon sehr zufrieden. Am Sonnabend aber erinnerte mich das kleine Kind daran, dass ich ihr mal ne Mütze versprochen hätte und der Winter ja noch nicht vorbei sei. Gestern abend war Hermione Hearts Ron  (ravelry link) schon fertig und heute durfte sie schon mit zur Schule.



Das Stricken dieser Mütze hat mir so großen Spaß gemacht und ging so leicht von der Hand, dass ich ernsthaft überlege mir auch eine zu stricken. Schließlich ist der Winter ja noch nicht vorbei.

Freitag, 11. Februar 2011

Rekord-Socken

Ende April 2010 war Catrin so lieb extra für mich einen Strang rosa Sockenwolle zu färben. Angeschlagen hab ich die erste Socke am 08. Januar und gestern abend sind sie endlich fertig geworden. So lange hab ich noch nie für ein Paar Socken gebraucht. Ich habe fast jeden Abend daran gestrickt, aber irgendwie ging es mir nicht von der Hand. Und auch mit dem Ergebnis bin ich nicht so zufrieden. Stinknormale Socken halt. Hier ein Handyfoto. Ihr wisst ja, mein Kamerakabel ;O).


Und nun das Beste: Es sind MÄNNERSOCKEN! Tja, des Mannes Wille ist sein Himmelreich. Und ich weiß, dass der Empfänger sich über die Socken riesig freut. Na dann.

Ich jedenfalls hab den Kopf jetzt endlich frei für neue Projekte. Obwohl das nächste Vorhaben eher ein altes ist. Ich brauche nämlich dringend einen Pullover. Wie gut, dass ich mir einen stricken kann. Nach Durchsicht von tausenden Mustern und Anleitungen hab ich mich für ein Modell entschieden, dass ich 1986 gestrickt habe. Es war mein erster selbstgestrickter Pullover und er war aus lila "Alaska" aus dem VEB Altenburger Wollspinnerei. Ziemlich kastiges Ding mit Mustern aus rechten und linken Maschen. Ich hab ihn geliebt.
Der Neue wird nicht lila und die Schulternähte werden auch nicht auf Ellenbogenhöhe sein. Aber sonst....
Lasst Euch überraschen.
Bevor ich jedoch ans Werk schreite, hab ich noch was sehr Angenehmes zu erledigen. Da sind nämlich heute zwei verspätete Weihnachtsgeschenke für mich angekommen. Nicky Epsteins Bücher "Knitting on the Edge" und "Knitting over the edge". Die nächste Stunde werde ich also auf der Couch mit meinen neuen Schätzen verbringen.

Dinge verschwinden

Unser Haus  ist das Bermudadreieck. Ich schwöre. Allerdings verschwinden immer nur meine Sachen. Mein Kamerakabel (ich musste mir ein Neues bestellen), meine Haarbürste, mein Mascara. Weg. Unauffindbar.
Warum verschwinden nicht ein paar andere Sachen spurlos: schmutziges Geschirr, dreckige Wäsche, Fusstapsen auf dem Flur?
Hmmm?

Mittwoch, 9. Februar 2011

Ich hab da was gelesen...

 ... und zwar bei Maria.

Zitat: "(immerhin leben wir in Zeiten der Emanzipation und eine glückliche Frau, der die Karriere nicht so wichtig ist... darf es das da geben?)"

Ja, das darf es geben. Es gibt ein Glück jenseits von sechsstelligen Jahresgehältern, dem Zickenkrieg im Büro und dem Kampf um die nächste Beförderung. Es gibt das Glück als Hausfrau und Mutter mit all den Klischees, die vielleicht dazugehören. Sch.... auf die Emanzipation.

Jede Frau soll selbst entscheiden können, wie sie ihr Leben gestaltet. Ob sie Karriere machen möchte oder Kinder bekommen oder beides. Das Problem ist nur, dass nicht jede von uns wirklich eine Wahl hat.

Ich selbst bin wieder arbeiten gegangen als die Kinder jeweils zwei waren. Wir waren dringend auf ein zweites Gehalt angewiesen und ehrlich gesagt, ist mir zu Hause auch die Decke auf den Kopf gefallen. Ich musste wieder unter Leute und hatte auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich die Kinder morgens in der Kita abgegeben habe. Dort waren sie in guten Händen und unter Gleichaltrigen. Sie waren glücklich und ich auch. Für mich war es mit Sicherheit die beste Entscheidung Familie und Arbeit irgendwie unter einen Hut zu bringen. Und ich glaube, ich würde es jederzeit wieder so machen.

Wie Ihr wisst, komme ich aus dem Osten Deutschlands und hier war es ja auch üblich, dass die Frauen alle arbeiten gingen. Meine Mutter war da die Ausnahme. Sie war fast vierzig als ich geboren wurde und meine Geschwister waren zu der Zeit schon fast alle aus Haus. Sie blieb zu Hause um sich "ausschließlich" um mich zu kümmern. Und jetzt mal unter uns: Ich hab es gehasst. Und ich glaube sie auch.

Also Mädels, welche Entscheidung Ihr auch getroffen habt, ich hoffe es ist für Euch die Richtige und Ihr könnt wirklich glücklich damit sein.

Sonntag, 6. Februar 2011

Nach langer Auszeit

Da bin ich wieder.
Ja, das hab ich schon oft gesagt, aber eigentlich war ich auch nie weg, jedenfalls nicht weit weg.
Es gab da nur eine Phase totaler Blogunlustigkeit. Ich hab weiter bei Euch gelesen und ich hab auch gestrickt, gehäkelt, gestickt... Und ich habe mich sehr gefreut über die gelegentlichen Emails und Kommentare von Euch mit der Frage, ob alles i.O. ist und wann ich mich denn wieder mal melde. Danke, dass Ihr an mich gedacht habt.
Und nun zum ganz normalen (Woll)Wahnsinn.
Vorhin hab ich noch Fotos von meinem aktuellen Strickzeug gemacht, aber irgendwie ist mein Kamerakabel in den unendlichen Weiten dieses Hauses verschollen. Sind eh nur Socken auf den Nadeln und Ihr wisst ja alle wie Socken aussehen.
Ein paar Fotos hab ich dennoch für Euch. Sicher erinnert Ihr Euch noch an diesen kleinen Kerl.

Mein kleiner schwarzer Kater mit dem großen Herzen hat uns im letzten November für immer verlassen. Mein Seelentröster, mein Freund und Kumpel ist nicht mehr da. Mach's gut, Dicker. Wo immer Du jetzt sein magst.

Aber noch während die ganze Familie heulend am Küchentisch saß, war klar, wir brauchen ne neue Katze. Und da ist er. Olli. Geboren im August 2010 und am 04. Dezember aus dem örtlichen Tierheim "befreit".





Was hier nach trauter Eintracht aussieht, ist in Wirklichkeit nur ein Waffenstillstand. Die kleine Fellfresse geht den beiden Großen ganz gehörig auf die Nerven. Wir allerdings haben viel Spaß mit dem kleinen Racker. Von völlig verwurschtelten Wollknäulen und umgeworfenen Blumentöpfen mal abgesehen.

So weit für heute. Ich suche jetzt mein Kamerakabel und dann werde ich den restlichen Sonntag genießen. Socken stricken und Hörbuch hören. Im Moment höre ich "Drood" von Dan Simmons. Spannend, aber ich weiß noch nicht genau, wo mich die Reise hinführt.
Euch allen einen schönen Sonntag und für morgen einen gelungenen Start in die neue Woche.